Marktmonitor
01/2017

Das abgelaufene Börsenjahr war stark durch politische Einflüsse geprägt. Der BREXIT im Juni hat alle Marktteilnehmer überrascht und Nervosität an den Börsen ausgelöst. Die Präsidentenwahlen in den USA haben ebenfalls ein Ergebnis gebracht, mit dem die Mehrheit nicht gerechnet hat. Die Prognosen der Analysten, dass im Fall eines Wahlsieges von Donald Trump die Aktienmärkte eine stärkere Korrektur erfahren, waren falsch. Intraday erlebten wir eine kurze Bewegung nach unten, bevor eine recht bullische Phase begann.

Am 20. Januar wurde Donald Trump als 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika inauguriert. Heftige Diskussionen liefen im Vorfeld. Alles wartete gespannt auf die erste Rede als Präsident von der man sich klare Aussagen für seine Politik und seinen Wirtschaftskurs erwartet um einen Trend für die nächsten Monate abzuleiten, je nachdem ob die Aussagen positiv oder negativ interpretiert würden.

Kein klares Statement aber eine bullische Reaktion an den Märkten war zu sehen. Wie lange hält dieser Trend?

Die Volksabstimmung in Italien im Dezember blieb ohne grosse Reaktion an den Kapitalmärkten. Für 2017 sind in Europa Wahlen in Frankreich und Deutschland angesagt, die durchaus Reaktionen an den Märkten auslösen können, handelt es sich doch um strategisch wichtige Partner in der EU.

Die Wirtschaftszahlen aus USA, die soliden Wirtschaftszahlen aus Deutschland sowie positive Nachrichten von der Chinesischen Wirtschaft lassen Hoffnung aufkommen. Das Deflationsgespenst scheint aus den Märkten vertrieben zu sein und es scheint, dass Inflation wieder zum Thema wird. Dieses positive Umfeld lenkt derzeit von den Risiken ab, die einerseits im noch nicht einzuschätzenden Wirtschaftskurs der neuen US-Administration, andererseits auch in der Unsicherheit über den Ausgang der Wahlen in Frankreich und Deutschland, aber auch in den ungelösten Problemen BREXIT und Italien zu suchen sind.

Eine steigende Inflation würde steigende Zinsen bedeuten.  Risikostreuung und eine neutrale, leicht optimistische Positionierung scheint uns derzeit angebracht, damit ein positiver Trend nicht verpasst wird. Unsere Absicherungsmechanismen sollen uns aber vor möglichen Rückschlägen schützen.