Marktmonitor
05/2017

«The Trend is your Friend»

Mit einer positiven Grundstimmung startete das Jahr 2017 an den Aktienmärkten. Gute Wirtschaftszahlen, Unternehmensgewinne, die vielfach über den Erwartungen ausfielen und ein Zinsumfeld, das kaum Alternativen zu Aktien bietet waren die Basis für einen ruhigen Seitwärts-aufwärts Trend. USA führte in den ersten 3 Monaten mit neuen Höchstständen den Trend an. Der Trump-Effekt wirkte und lenkte vor möglichen Störfaktoren ab.

Viele Wolken sind am Himmel zu sehen und es gäbe viele Gründe, weshalb doch eine Korrektur kommen müsste. Die Zuspitzung der Krise mit Nordkorea wird ebenso ignoriert, wie die Wahlen in Europa. Aktienmarktbewertungen werden, obwohl schon ziemlich teuer, wenig beachtet, wobei die Kurse der einzelnen Unternehmen sehr differenziert zu betrachten sind.

So lange der Markt läuft, sollte man sich nicht gegen den Trend stellen. Einfach nach dem Motto: «The Trend Is Your Friend»

Nicht zu investieren kann unangenehme Folgen haben. Man versäumt wichtige Aufwärtsbewegungen, auch wenn das Rückschlagspotential hoch ist und irgendwann ein kleiner Auslöser zu der lang erwarteten Korrektur führen wird. Die Wahlen in Frankreich haben uns gezeigt wie das in der Realität aussieht. Die verhaltenen Kursbewegungen vor der ersten Wahl in Frankreich mündeten nach dem Wahlsieg von Macron und der Aussicht, dass Marine Le Pen nicht Präsidentin werden sollte in einen Freudensprung an der Börse, der im Trend zu einer steilen Aufwärtsbewegung führte, die mit dem endgültigen Wahlsieg des neuen französischen Präsidenten Emmanuel Macron nochmals verstärkt wurde. Die Europäischen Aktienmärkte zeigen somit durchwegs zweistellige Pluszahlen für dieses Jahr. Der EUR zeigte ebenfalls Stärke, da der antieuropäische Kurs vorerst gestoppt werden konnte.

Auf der Aktienseite sieht es positiv aus. Weiterhin kommen gute Wirtschaftszahlen, die zwar nicht überschwänglich sind, aber eine stabile Basis für einen soliden Aktienmarkt sind. Die Zinsseite ist deutlich unsicherer. In USA zeigen die Inflationszahlen mit 2,4 % für die letzten 12 Monate und die Arbeitsmarktzahlen, dass die FED richtig reagierte und die Zinserhöhungen gerechtfertigt sind. Wie lange fährt Europa noch die Politik von Negativzinsen und flutet den Markt mit massiver Liquidität? Deutsche Bundesanleihen bis 7-jährige Laufzeiten mit negativen Zinsen – Unternehmensanleihen trotz erheblichem Risiko mit extrem tiefen Renditen.

Überraschend negativ reagierte Öl und die Edelmetalle in diesem Umfeld. Gold verlor knapp 5 % seit Mitte April und der USD gab seit Jahresbeginn ebenfalls um knapp 5 % nach. Öl fiel unter die 50 USD Marke.

Es bleibt spannend. Trotz einiger Wolken, die sich sehr schnell zu bedrohlichen Türmen häufen könnten, sehen wir die weitere Entwicklung positiv und nutzen diesen Trend mit unseren Investments, achten aber aufmerksam auf mögliche Trendwenden, um unsere Gewinne zu sichern.