Marktmonitor 5/2018

Die Investoren glauben offenbar an die guten Deals, die die USA in den verschiedenen Verhandlungen für sich erzielen werden. Im Mai stieg der S&P500 +2% hingegen fielen der SMI, ESTX50, NIKKEI 225, Hang Seng und der IBOVESPA zwischen -1% und -11%. Die Wahlen in Italien sorgten für zusätzliche Unsicherheit. Der EUR verlor gegenüber dem CHF fast 4%. Hierzu wirkte wohl auch der Kollaps der türkischen Lira mit den möglichen Folgen eines zusätzlichen Flüchtlingsstroms nach Europa. Ob die Angelegenheit mit Nordkorea schlussendlich erfolgreich verhandelt werden kann wird sich noch zeigen aber ohnehin war der Effekt auf die Finanzmärkte hier eher gering. Vielleicht hat die Trump Administration mit ihrem Verhalten eine konstruktive Zerstörung geschaffen, die es für eine neue Entwicklung zum Besseren in der Geopolitik sowie für die globale Wirtschaft braucht. Allerdings ist anzunehmen, dass zunächst die meisten Länder darunter leiden müssen.

In einem solchen Umfeld scheint es wahrscheinlich, dass sich die Wirtschaft eher abkühlt und somit eine vierte Zinserhöhung in diesem Jahr in den USA unwahrscheinlicher wird. Eine Normalisierung der Geldpolitik in Europa und Japan wird wohl auch etwas später stattfinden als bereits erwartet wurde. Die Bewertung in einer solch unsicheren Zeit, dürfte eher tief sein, so dass mit steigenden Unternehmensgewinnen die Börsen zur Seite tendieren würden. Dies allerdings, der chaotischen Zeit entsprechend, mit erhöhten Schwankungen.