Marktmonitor 8/2018

Das Urteil der Finanzmärkte ist klar. Die US Wirtschaft wird den Handelskrieg gewinnen. Die US Börse steigt im August um 3% während Europa um 3.5% und China um 5% fällt. Die Minengesellschaften fallen um 10% und signalisieren damit eine künftige Verlangsamung der Rohstoffnachfrage und damit eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums. Dies zu einem Zeitpunkt in dem die FED die Normalisierung der Geldpolitik vorantreibt. Die FED agiert aufgrund der aktuell starken Makrodaten in den USA. Es ist unwahrscheinlich, dass sie davon abrücken. Die Schwierigkeiten der Türkei, Südafrika, Argentinien und auch anderer Länder sind weitgehend hausgemacht und lediglich durch den steigenden USD und deren überhöhte Auslandverschuldung verstärkt worden.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die US Zinsen im September und im Dezember um jeweils 0.25% erhöht werden ist hoch. Aktuell ist im USD zumindest eine Zinserhöhung eingepreist und die Zweite wird in diesen Tagen und Wochen mit den neuen Makrodaten laufend neu bewertet. Ein wieder steigender USD wird wahrscheinlich die Emerging Markets erneut unter Druck bringen. Wir schätzen auch, dass der Handelskrieg zwischen den USA und China weiter eskalieren wird und somit Asien, Europa und die Schweiz weiter unter Druck bleiben. Die US Börse könnte aufgrund von steigenden US Renditen unter Druck geraten.

In Summe bleiben wir vorsichtig, denn im Moment schätzen wir die Risiken höher als die Chancen ein.