Marktmonitor 9/2018

Die Verschuldung ist in den letzten 10 Jahren stark gestiegen, sowohl bei den Staaten, Unternehmen als auch bei den privaten Haushalten. Die höhere Verschuldung hat die Qualität der Kreditnehmer im Allgemeinen verschlechtert und die Zahlungsausfälle werden mit steigenden Zinsen zunehmen. Die Bondmärkte sind aufgrund der verschiedenen Aktionen der Zentralbanken massiv überteuert. Während der Deflationsgefahr waren diese Preise nachvollziehbar aber mittlerweile sind die Arbeitsmärkte und die Konsumentenstimmung sehr freundlich, der Ölpreis steigt und könnte aufgrund der Marktlage noch weiter steigen. Diese wachsenden Inflationsrisiken haben an der Börse für Derivate rekordhohe Spekulationen auf steigende Renditen ausgelöst. Zuletzt kam deshalb die Sorge schneller steigender Zinsen auf, was wiederum einen beschleunigten Anstieg im USD zur Folge hatte.

In diesem Gesamtbild sind die vielen Warnungen in den Medien über bevorstehende Schwierigkeiten nicht unbegründet. Mit dem „Volatility Crash“ im Februar, den Schwierigkeiten in den Schwellenmärkten, den Sorgen in Europa um Italien und dem Handelskrieg zwischen den USA und China wurde aber bereits viel Luft aus dem Markt genommen. Die dennoch hohe Bewertung der Aktien ist im Zusammenhang mit den nach wie vor sehr tiefen Zinsen zu sehen. Deshalb ist eine bevorstehende höhere Volatilität sehr gut möglich.

Im Moment sind die Hauptrisiken in den Bond- und Kreditmärkten mit potentiellen Konsequenzen für Wirtschaft und Aktien zu finden. Wir bleiben weiterhin vorsichtig im Markt engagiert.