Marktmonitor 12/2018

  • BREXIT oder Non-BREXIT
  • Budgetstreit Italien – EU
  • Handelskrieg USA – China

Das sind nur einige der geopolitischen Dauerbrenner der letzten Monate die einmal kurz vor einer Lösung und plötzlich wieder weit entfernt davon zu sein scheinen.

 Man müsste annehmen, dass die Märkte diese Themen bereits verdaut haben und diese in den Kursen eingepreist sind. Teilweise massive Preisverwerfungen sind die Folge der unterschiedlichen Auswirkung auf verschiedene Regionen und Märkte.

Die Unberechenbarkeit von möglichen positiven oder negativen Szenarien hinterlassen aber auch bei den Unternehmenskapitänen Spuren und machen Investitionsentscheide schwierig bis unmöglich und beeinflussen strategische Ausrichtungen massiv.

 Allgemein sind als Folge die Frühindikatoren rückläufig ohne jedoch eine baldige Rezession anzuzeigen. Auch wenn die Notenbanken die Normalisierung der Geldpolitik vorantreiben und die Märkte darüber auch sehr besorgt sind, dies weil noch immer einige Banken in Europa mit grossen Schwierigkeiten kämpfen, so gehen wir davon aus, dass die Notenbanker die Welt nicht in den Ruin treiben werden und wenn nötig schnell von der Geldbremse steigen.

 Die Bewertung der Aktien ist in den letzten Monaten mit gefallenen Kursen und gestiegenen Unternehmensgewinnen wieder attraktiv geworden. Unserer Ansicht nach ist das Problem für die Finanzmärkte aktuell nicht die Verfassung der Weltwirtschaft, die Geldpolitik oder die Bewertung der Unternehmen sondern das Verhalten der Politiker und deren unkalkulierbarer Kurs. Der Streit für Überzeugungen und vor allem um Wählerstimmen ist leider weder konstruktiv noch lösungsorientiert und stellt eine ernsthafte Gefahr für eine stabile Wirtschaftsentwicklung dar.

 Wir verfolgen weiterhin die Entwicklungen mit erhöhter Aufmerksamkeit und bleiben vorsichtig optimistisch.