Marktmonitor 2/2019

China sorgt sich um den Arbeitsmarkt und will unter anderem mit fiskalischen Impulsen die Wirtschaft wieder ankurbeln. Europa schwächt sich im Sog Chinas stärker als erwartet ab und Italien fällt sogar in eine Rezession. Die USA schneiden mit einem weiterhin robusten Arbeitsmarkt und guter Konsumentenstimmung relativ gut ab. Die FED bestätigt, dass sie unter Berücksichtigung der globalen Zusammenhänge die US Makrodaten beobachten und mit weiteren geldpolitischen Schritten abwarten wollen. Auch die EZB wurde durch das verlangsamte Wirtschaftswachstum in der Eurozone überrascht und überlegt sich die Normalisierung ihrer Geldpolitik zu verschieben. Die People‘s Bank of China hat bereits die Kapitalreservequote reduziert und es wird erwartet, dass zumindest eine weitere Reduktion folgen wird.

Gemäss der BofA/Merrill Lynch Umfrage im Februar hielten US Fondmanager verhältnismässig hohe Cash-Bestände. Der durch die konstruktiven Nachrichten bezüglich der Handelsgespräche und der Geldpolitik wieder zurückgewonnene Optimismus hatte zur Folge, dass jeder Ansatz einer Korrektur für Zukäufe genutzt wurde. Mit den gestiegenen Aktienpreisen in Kombination mit den gesunkenen Gewinnwachstumserwartungen sind die Aktien nicht mehr günstig bewertet. Im Vergleich mit Obligationen erscheinen sie aber nach wie vor attraktiv. So lange die Umsätze und Unternehmensgewinne steigen und die Obligationenrenditen so tief bleiben, so lange bleibt die Aktienbörse unterstützt. Es stellt sich die Frage, wie die Märkte und danach die FED auf eine Handelseinigung zwischen USA und China mit eliminierten Zöllen reagieren wird. Viel wurde bereits vorweggenommen und eine Konsolidierung wird wahrscheinlicher, denn der Druck auf die FED die Zinsen weiter zu erhöhen würde wieder steigen.

In Europa lässt das Chaos um den BREXIT die Märkte ratlos zurück. Es scheint als ob die Investoren den negativen und den positiven Ausgang ausschliessen und von irgendwas dazwischen ausgehen.