Marktmonitor 3/2019

Der US Bondmarkt schoss aufgrund überraschend schlechter Wirtschaftsdaten in die Höhe und führte zu einer inversen US Zinskurve (Renditen langer Anleihen tiefer als bei kurzen Anleihen). Eine inverse US Zinskurve hatte in der Vergangenheit im Durchschnitt 15 Monate später zu einer Rezession in den USA geführt. Allerdings gab es Ausnahmen, bei denen eine Rezession nicht eintraf.

Wird es diesmal auch eine Ausnahme? Dafür spricht die weiterhin sehr gute Konsumentenstimmung in Kombination mit dem nach wie vor sehr robusten Arbeitsmarkt und der tiefen Inflation. Hinzuweisen ist, dass der Konsum für die US Wirtschaft wichtiger als die Produktion industrieller Güter ist. Die Zinsen und Renditen werden, bis das Wachstum wieder beschleunigt wird, tief bleiben.

Auch ist zu bedenken, dass der Handelsstreit zwischen den USA und China eine Unsicherheit auslöste, so dass Unternehmen und Konsumenten weniger investitions- und ausgabefreudig waren. In China und als Folge auch in Europa hat dieser Handelskrieg zusätzlich seine Wirkung gezeigt, da die chinesische Wirtschaft bereits in einer sich abschwächenden Phase war, da mittels einer restriktiven Kreditvergabe die hohe Verschuldung bekämpft wurde. Mit der nun wieder gelockerten Geldpolitik der grossen Notenbanken und möglicherweise schon bald unterschriebenen Handelsverträgen können Unternehmen wieder planen und investieren. Mancherorts wird es dadurch zu Wachstumsimpulsen kommen.

Allerdings ist einiges bereits vorweggenommen und eine „buy the rumour and sell the fact“ Korrektur ist zu erwarten.