Quo vadis Finanzmärkte?

Seit Wochen hören und lesen wir täglich neue Zahlen über die Verbreitung des Virus SARS-CoV-2 und leben nun mit den damit verbundenen Einschränkungen. Die Finanzmärkte haben Ende Februar auf diese Pandemie heftig reagiert. Kursrückgänge an den weltweiten Börsen waren die Folge. Ende März konnten sich die Börsenkurse bereits wieder um bis zu 60 % der ursprünglichen Korrektur erholen. Mutige Investoren konnten während dieser Kursrückgänge Wertschriften zu günstigen Bewertungskursen erwerben, und davon profitieren.

War dies eine Bärenmarktrally oder die berühmte charttechnische V-förmige Gegenbewegung?

Die Krise mit dem SARS-CoV-2 wird sich noch länger hinausziehen, da Medikamente oder Impfstoffe benötigt werden. Bis dahin werden Beschränkungen unser Leben begleiten. Der Lockdown ist auch noch nicht abgeschlossen. Viele Unternehmen sind reduziert operativ tätig. Die Firmentüren sind mehrheitlich noch geschlossen und die gesamten wirtschaftlichen Auswirkungen der Massnahmen sind deshalb nicht abschätzbar.

Bekannte und anerkannte Analysten äussern sich kritisch. In ihren Bericht mit Headlines wie: «Leidet die Börse unter pathologischem Realitätsverlust?», «4 Reasons Why The Market Will Dive AGAIN», schildern sie mit diversen Begründungen, weshalb das Risiko einer weiteren Börsenkorrektur wahrscheinlich sein kann. Wenige Analysten bleiben trotzdem positiv und glauben, dass das Schlimmste der SARS-CoV-2 Krise ausgestanden ist.

Die Unternehmens- und Wirtschaftszahlen für das erste Quartal basieren auf den guten Monaten Januar und Februar. Der Monat März war bereits durch die Umsetzung der Corona-Massnahmen gezeichnet. Für das zweite Quartal werden die Auswirkungen des SARS-CoV-2 deutlich tiefere Spuren in den Unternehmens- und Wirtschaftszahlen hinterlassen.

Wie bereits erwähnt ist eine nochmalige Finanzmarktkorrektur zu erwarten. Beim Eintreten dieses Szenarios, können an den Börsen wieder Tiefstkurse wie im März erreicht werden. Deshalb haben wir bei Zehenter & Partner Invest AG nun Aktienpositionen auf dem Kursniveau von Anfang Mai abgesichert. Wenn dieses Korrekturszenario nicht eintritt, dann verzichtet der Investor lediglich auf die nicht realisierten Gewinne bei einer weiteren Markterholung. Die Aktienabsicherung werden wir beim Eintreten einer soliden Markterholung wieder auflösen.

Unabhängig vom Eintreten eines der beiden Szenarien beobachten wir die Finanzmärkte auf täglicher Basis genau und sind jederzeit bereit unsere Positionierung, wenn nötig anzupassen.