Zinsen – Rohstoffe – Edelmetalle
Wohin geht die Reise?

Wir erleben seit Jahren Wirtschaftswachstum und Expansion. Solche Bewegungen müssen finanziert werden. Viele Unternehmen haben aufgrund des extremen Niedrigzinsniveaus ihr Finanzierungsvolumen ausgebaut und arbeiten mit hohem Fremdkapitalanteil. Die Staaten nutzten ebenfalls diese Extremphase, ihre Budgets zu finanzieren. Eine Schuldenlast hat sich aufgebaut, die durch die Pandemie noch enorm vergrössert wurde und wird.

Müssen wir uns sorgen, dass steigende Zinsen zu einem Zusammenbruch des Systems führen können?

Ausschliessen dürfen wir nichts, weshalb Diversifikation der Anlageklassen und der Investments weiterhin sehr wichtig ist. Insbesondere in den USA sind die 10jährigen Zinsen recht deutlich angezogen. Von knapp über 0% stehen wir jetzt vor einem starken Widerstandsbereich bei 1,4 %. Wenn dieser Widerstand nicht hält, könnte es schnell Richtung 2 % gehen. Aufgrund der Gesamtsituation, aber auch aufgrund technischer Analyse erscheint dies eher unwahrscheinlich.

Für den Bereich der kurzfristigen Zinsen gehen wir nicht von signifikanten Erhöhungen aus. Dies wäre für das System zu gefährlich und die Staaten würden gerade in der aktuellen Situation, wo enorm viel Geld benötigt wird, um die Wirtschaft durch die Pandemie zu bringen, in eine schier unlösbare Situation gebracht werden. Wir sind überzeugt, dass im kurzen Bereich die Zinsen noch sehr lange sehr tief bleiben. Die stützt das weitere Wachstum der Wirtschaften und stellt uns Vermögensverwalter vor die herausfordernde Aufgabe Renditen zu erzielen, ohne die Risiken überproportional zu erhöhen.

Die Dynamik in den Rohstoffmärkten gibt uns Zuversicht für eine positive Entwicklung der Volkswirtschaften. In dem Zusammenhang hilft die unglaubliche Dynamik in Asien insbesondere in China.

Wenn der Widerstand bei den 1o-jährigen amerikanischen Zinsen hält, wäre das nicht nur für die Finanzmärkte, sondern auch für Silber und Gold ein positives Signal.